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MisterWhat.de auf dem Weg zur Chutzpah-Singularität für nicht-reziproke Linkpromotion

brand meets world

brand meets world

Ein Instant-Klassiker.

Ich bekomme Mail. Diesmal von partners@misterwhat.de:

Guten Morgen,

ich bin der Gründer von MisterWhat.de, dem beliebten lokalen Branchenverzeichnis, das Benutzern, Firmen und Geschäftsleuten einen kostenlosen Service bietet. MisterWhat erlaubt es den Benutzern, die Dienstleistungen, die sie in ihrer Umgebung suchen, einfach zu finden. Dies ist unserer umfangreichen Datenbank mit mehr als 2 Millionen eingetragenen Unternehmen in Deutschland zu verdanken.

Daher möchte ich Sie fragen, ob Sie einen Link zu MisterWhat setzen könnten.

Wie Sie ersehen können, bietet MisterWhat einen sehr nützlichen Dienst an: mit dem Link zu unserer Webseite können Sie Ihren Benutzern einen zusätzlichen Service liefern. Mehr als 1,5 Millionen Besucher benutzen jeden Monat MisterWhat.de, um Unternehmen zu erreichen und Stellenangebote online zu finden.

Könnten Sie bitte den Link zu MisterWhat hinzufügen?

Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Zusage und Ihre Mitarbeit.

Mit freundlichen Grüßen,
Wolfgang Stierle

Mehr als ein Dutzend TLDs sind schon mit misterwhat-Präsenzen gepfeffert, registriert von einer «Fabulabs srl» im italienischen Pavia, ebenso wie die Markeneinträge in der Hauptklasse “Advertising; business management; business administration; office functions.” Und Herr Wolfgang Stierle ist weder im Impressum der deutschen Website gelistet noch unterhält, sicherlich aus beruflichen Gründen, Xing-, LinkedIn- oder andere öffentliche Präsenzen.

Alle Wege führen nach Italien. Vielleicht darum dieser Tonfall eines Angebots, das man nicht abschlagen kann.

Disclaimer
Woran Werber zu allen Zeiten und mit wachsender Begeisterung ihr intellektuelles Mütchen kühlen, ist die Werbung anderer: ein Unterfangen, für das ich — milde gesagt — Vorbehalte hege. Denn weder kenne ich die Werbeabsicht, noch die Zielgruppe, noch den Erfolg, die diese Werbung hat. (Und mit »Erfolg«, das dürfte klar sein, sind nicht Kreativpreise gemeint.) Aber es gibt eine Reihe von offensichtlichem Blödsinn, der aus Faulheit entsteht: Der Faulheit, etwas gründlich zu recherchieren und der Faulheit, ein Anliegen präzise auszudrücken. Dies sind die Dinge, die hier in Killed by Copy von Zeit zu Zeit aufs Korn genommen werden.
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