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Die Ästhetische Gesellschaft — Session 12: Ein Wavetank VideoCast

Wavetank

Note: A good number of years down the road, Tim took our episodes from »Die Ästhetische Gesellschaft« offline from Vimeo, YouTube, iTunes, and Wavetank except the final one.

For historical, archival, and sentimental reasons, though, I’ll leave my posts up as they were originally written, with all the dead links removed. Maybe you will enjoy some of these posts nevertheless!

Siggi, Tim und ich haben die 12. Session unseres VideoCasts »Die Ästhetische Gesellschaft« aufgenommen, auf Vimeo hochgeladen und wie immer mit einem Geleitwort auf Wavetank eingestellt. Zum ersten Mal seit langem wieder auf dem Sofa, ganz entspannt.

Session 12 ist eigentlich ein Zwölf-Elf. Was es mit der elften Folge auf sich hat, wird einst unsere Nachwelt mühevoll rekonstruieren. (Tip: In keinem unserer Keller steht ein Schlitten.) Wenn jedoch der Zwölf-Elf die Hand hebt, heult der Schluchtenhund — so ungefähr hört es sich auf der Aufnahme dann auch an, in Redepausen. Ausgeschlafen, konzentriert und ungereizt ist das Zuhören aber kein Problem. Und gefühlt besser wird es nach einigen Minuten allemal.

[Missing Video]

Das Hauptthema des Abends war: Welche Menge an neuen Technologien verkraftet eine Gesellschaft, bevor sie ins Schlingern gerät? Im folgenden einige Links zu Dingen, die ich im Laufe des Gesprächs erwähnte.

Zum Hintergrund der Laufband-Metapher gehört Alvin Tofflers Future Shock von 1970, die Überlegungen dazu von Kim Stanley Robinson, dem Autor der berühmten Mars Trilogy, und speziell mein Blogeintrag zu alledem: “We Are Living in a Science Fiction Novel That We All Collaborate On”.

Zum Hintergrund meiner Überlegungen, den Begriff »Technologie« weiter zu fassen und zum Beispiel auch »Demokratie« mit einzubeziehen (»eine nette Nebenidee« laut Siggi), gehörte eine Passage von William Gibson. Hier der vollständige Wortlaut:

You know people always say, well, is it going to be man or the machine? And I’m always left speechless because they’re already the same thing. […] Technology is not some little thing you buy from Japan that’s expensive and sits on your desk. It’s what we are, it’s what we do, that’s why we’re here, that’s why we’re in this insane city that’s eight miles high.

Aus: Gibson, William, and Pamela McCorduck. “‘Virtual Lit’: A Discussion.” Biblion: The Bulletin of The New York Public Library 5 (1996): 33–51. 50–51.

Hier das Kickstarter-Projekt für die Facebook-Brille, auf die wir mehrfach zurückkamen, und dazu ein Artikel auf Singularity Hub. Ziel auf Kickstarter waren $55,000, eingegangen sind bislang $174,758 und es sind noch 39 Tage übrig.

Der einzige Mensch, der je »mit einer ehrlichen Absicht ins Parlament gegangen ist«, war Guy Fawkes, apropos V for Vendetta und »jetzt die Zukunft anhalten, weil sie irgendwann mal Datenschutzbestimmungen verletzten könnte«.

Hier eine Beschreibung des Kindle Single-Formats von Amazon.

Im Rahmen von Globalisierung sprachen wir von Robert Reich und seinem Buch The Work of Nations.

Im Rahmen von “Madness” erwähnte ich Michel Foucaults vor einigen Jahren endlich in vollständiger Übersetzung erschienenes History of Madness sowie A Social History of Madness: Stories of the Insane von Roy Porter.

Die Essays zur Simulation von Kommunikation und zu Wrestling von Roland Barthes finden sich unter anderem in der Sammlung Mythologies.

Dann sprach ich Umfeld von Teilhard de Chardin von Ilya Prigogine; speziell im Sinn hatte ich dabei Order Out of Chaos: Man’s New Dialogue with Nature und The End of Certainty: Time, Chaos, and the New Laws of Nature.

Der Service, der auf Foursquare aufsetzt und dessen Name mir nicht einfiel, ist Scoville. (Ein Freudscher Vergesser, nehme ich an; lag klanglich einfach zu nah an “Scofield”, und dann wären Siggi und Tim wieder in Betstellung gegangen für den Rest des Abends.)
[Note: Scoville shut down about a year later.]

Die großartige Filmkritik zu Transformers: Revenge of the Fallen von Charlie Jane Anders auf io9 findet sich hier: Michael Bay Finally Made an Art Movie. Money quote: “Michael Bay used a squillion dollars and a hundred supercomputers’ worth of CG for a brilliant art movie about the illusory nature of plot.”

Die Neuroceuticals, die ich während meiner Doktorarbeit zu mir nahm (das ging ganz am Schluß beim Abblenden etwas unter), waren Apfelschorle und Brahms. (Ah, und Lakritz.)

Schließlich, kurz nach unserer Sitzung, tauchte noch ein neuer Clip von Marshall McLuhan auf, ein Ausschnitt aus einem Net Change Week-Interview von 1971 zum Thema “On the Edge of Academe”. Und wieder gilt, wie fast immer bei McLuhan: I’m in awe.

Marshall McLuhan: Advice for Universities of the Future

Enjoy!

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