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Personal Edition — 18. Januar 2009

plush bunnyisms

plush bunnyisms

Kein Mensch wies mich darauf hin, daß ich meinen letzten Personal Edition-Eintrag ursprünglich mit »2008« überschrieben hatte! LOL!!

Nun, was gibt’s Neues. Zunächst einmal, meine Zweitgutachterin hält auf der Shakespeare-Konferenz Ende April einen wichtigen Vortrag, weswegen meine Disputation auf Juli verschoben wurde. Arrgh. Aber zumindest haben sich meine dramatischen Schlafstörungen verbessert. Ich kann nur hoffen, daß es so bleibt — es ist schon toll, sich wieder der menschlichen Rasse angehörig zu fühlen! Aus dem gleichen Grund mußte ich auch meinen Twitter-Konsum etwas zurückhalten bzw. sogar zurückfahren: Für Schlucke aus dem Feuerwehrschlauch war (und bin ich noch) zu dünnhäutig, denn Twitter ist für mich trotz maximaler öffentlichkeiter Transparenz ein maximal intimes Medium. Was aber nicht heißt, daß ich meine Follower nicht regelmäßig lese und gelegentlich auch direkt anspreche! Das stete automatische “incoming!” im Stream muß ich im Moment jedoch beschränken.

Kleines Link-Festival

Für chemische Analphabeten (wie mich) ist die Periodic Table of Videos von der University of Nottingham eine total spannende und zuweilen auch wirklich witzige Quelle für Informationen. Eine kleine Einführung dazu gibt es im Web Life auf physicsworld.

Davon abgesehen, daß Linguistik zu den spannendsten Wissensfeldern überhaupt gehört, hat es oft auch sehr unterhaltsame Dinge zu bieten — wie zum Beispiel diese herrliche Übersetzung aus dem Walisischen, vorgestellt von Mark Liberman auf Language Log.

Für alle Uhren-, Fantasy- und Cyberpunk-Fans (no steam involved, though) der phantastische The Eater of Time, gefunden bei John S. Wilkins auf Evolving Thoughts.

Ein Stück Musik

Zwar spiele ich keine Ukulele, aber zumindest die Akustik-Gitarre, und diese Vorstellung von George Harrisons “While My Guitar Gently Weeps” von Jake Shimabukuro hinterläßt bei mir ein gewissen Schwindelgefühl. Eine kurze Vorstellung findet sich hier auf Boing Boing. “Ukulele Badass” indeed! Auch hier gilt wieder — es fängt langsam an und wird zunehmend, umh, interessanter.


Ukulele Weeps by Jake Shimabukuro

Aus meinem Feed-Reader

Computer
Joanna Rutkowskas Blog invisible things. Nicht ganz einfach zu lesen, aber hochinteressant. Rutkowska hat sich auf Rootkit-Technologie und CPU-Virtualisierung spezialisiert, ist die Gründerin des Unternehmens Invisible Things Lab und die Designerin der Blue Pill. Auf der kommenden Black Hat DC 2009 im Februar wird sie einen Vortrag halten über das mögliche Aushebeln von Intels “Trusted Execution Technology”, die sie aber ungeachtet der Schwachstellen für das beste hält, was in Sachen Rootkit-Sicherheit bislang entwickelt wurde.

Politik/Kultur
Michael Bérubés Blog American Airspace. Bérubé ist Professor für Literatur und politisch im left liberal-Space engagiert. Wurde vom ultrakonservativen Kommentator David Horowitz einst in die Riege der 101 Most Dangerous Academics in America gewählt.
[Note: Sadly, no longer maintained.]

Was ich gerade lese

Hier hat sich seit dem 4. Januar fast nichts getan. Ein paar marginale Fortschritte in den Seitenzahlen. Zwar konnte ich nicht schlafen, aber das hieß in diesem Falle bloß, daß ich sogar zu müde zum Lesen war.

The Amazing Adventures of Kavalier and Clay von Michael Chabon, mit Lob und Preisen überhäuft. Zu recht. Chabons Erstling The Mysteries of Pittsburgh fand ich nett, wenn auch nicht umwerfend. Besonders neugierig bin ich auch auf sein letztjähriges The Yiddish Policemen’s Union, das ich noch in der Pipeline habe. [Seite 328 von 640]

Collected Poems, 1956-1987 von John Ashbery. Mit Abstand die schwierigsten Gedichte, die ich je gelesen habe. Eine Kostprobe und ein youtube-Clip mit Ashbury gab es ebenfalls mal auf Cosmic Variance! [Seite 13 (arrgh!) von 1040]

The Feynman Lectures on Physics, Vol. I von Richard Feynman. Gut verdaulich eigentlich, mit ein paar Vorkenntnissen. In Vorlesung 6 “Probability” hat mir aber wieder der Kopf geraucht — wo sind bloß alle meine Mathekenntnisse hin *seufz* [Vorlesung 8 von 58 (“Motion”)]

Mathematics for the Million: How to Master the Magic of Numbers von Lancelot Hogben. Wegen siehe oben. Eine Einholjagd zu meinen Kenntnissen aus Mathe-LK und Astrophysik drittes Abifach, die sich im Laufe der Zeit davongestohlen haben. [Seite 130 von 630]

The Illustrated A Brief History of Time & The Universe in a Nutshell von Stephen Hawking. Brief History habe ich vor zehn Jahren oder so schon einmal gelesen, Nutshell noch nicht. [Seite 204 von 250 (Brief History)]

The Anatomy of Story: 22 Steps to Becoming a Master Storyteller von John Truby. Fing stark an, knickte dann aber etwas ein. Hoffentlich wird’s wieder besser. [Seite 95 von 420]

Opening Up: A Guide to Creating and Sustaining Open Relationships von Tristan Taormino. Interessanterweise, und das erfuhr ich erst durch den Wikipedia-Eintrag, ist Taormino eine Nichte von Thomas Pynchon, einer meiner Hauptautoren in der Dissertation. [Seite 23 von 350]

Neuanschaffungen Bücher

Out of the Shadows: Contributions of Twentieth-Century Women to Physics von Nina Byers und Gary Williams.

Was ich zur Zeit wiederholt höre

Achinoam Nini Gil Dor von Noa. Ich bin ja hartgesotten von Stilmischungen in israelischer Pop/Folk-Musik, aber dieses Album von Noa ist wirklich maßstabsprengend. Trotzdem, oder gerade deswegen, ein wundervolles Album!

Faust et Hélène / D’un matin de printemps / D’un soir triste / Psaumes 130 & 24 von Lili Boulanger, mit BBC Philharmony & City of Birmingham Symphony Chorus unter Yan Pascal Tortelier. Nicht nur, daß diese geniale Komponistin schon im Alter von 24 Jahren an einer chronischen Bronchialpneumonie starb — to add insult to injury gibt es auch kaum Aufnahmen von ihren Werken!

Revoir un printemps von IAM. Bester französischer Hip Hop/Rap.

Woran ich gerade werkle

Immer noch an dem Direct Mailing für einen Kunden in Hamburg, weil ich noch Input brauchte, der vorgestern kam; an diversen Videoeinbindungen für eine Kunden-Website; immer noch an der Time-Line für einen Science-Fiction-Roman; immer noch an der Zusammenfassung meiner Doktorarbeit fürs Dekanat auf einem DIN-A4-Blatt. Irgendwie habe ich in den letzten beiden Wochen nicht wirklich viel geschafft …

Apprendre le français

Apprendre le français

… und meinen digitalen Französischkurs hatte ich eigentlich auch längst wieder aufnehmen wollen …

… vielleicht endlich diese Woche?

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